Zwei Alben haben die New Metaller von Headplate bereits gemacht, die sind aber nur in Skandinavien erschienen, mit „Pieces“ melden sich die Schweden erstmals auch bei uns zu Wort. Dabei ist „Pieces“ kein richtiges Album sondern vielmehr ein Best Of mit 15 Songs. Die Band, die in ihrer Heimat bereits mit Hardcore Superstar und Machine Head tourte, macht keinen typischen New Metal, sondern reichert ihre Songs mit Gothic Elementen an, wobei ein sehr dunkler Mix herauskommt. Die Bandbreite ist jedoch sehr groß, so findet man auch Crossover und Stücke mit HipHop Anleihen wie „Feel like Porn“. Schade ist, dass alles sehr merkwürdig gemixt ist, was heißt, dass der Sound äußerst höhen-lastig ist und Bass meist fehlt. Den Hörspaß treibt das nicht in die Höhe, genauso wenig die Tatsache, dass das Album nicht wie ein Album wirkt, sondern in der Tat wie eine Kollektion wild aneinander gewürfelter Songs. Im Grunde jedoch können die einzelnen „Pieces“ überzeugen, Headplate entwickeln eine ungeheure Energie und verkörpern ihren eigenen Stil. Vielleicht gibt es ja mal die Chance, sich live von dieser Band zu überzeugen. Wertung 6/10.