Engelsgleich kommt Hayley Westenra, die 17-jährige Australiern, daher. Schlicht „Pure“ ist ihr Debütalbum, insgesamt verkaufte sie schon 1,5 Millionen CD's, betitelt und trifft damit alles. Dabei fällt es nicht negativ auf, dass Hayley keine eigenen Songs performt sondern sich nur von Beatles-Produzent Sir George Martin und Sohn Giles inszenierte Klassiker vornimmt. Andächtig strömen „Never Say Goodbye“ oder „River Of Dreams“ aus den Boxen, vieles ist klassisch und choral gehalten. Ennio Morricones „My Heart And I“ ist auch dabei genauso wie das Seefahrerlied der Maori „Pokarekare Ana“ (jemand „Whale Rider“ gesehen?). 14 Nummern insgesamt erwärmen hier das Herz, zumindest stimmlich bietet „Pure“ eine überragende Leistung. Die Stücke passen sich dem an du treten so in den Hintergrund, für das erste Album ist das in Ordnung. Man kann gespannt sein ob die Neuseeländerin in Zukunft auch auf eigenen Kompositionen überzeugt. Wertung 8/10.