Das letzte Album von Gluecifer, „Basement Apes“, verkaufte sich zwar gut, lag in der Gunst der treuen Fans jedoch nicht sehr hoch. Weg vom dreckigen Rock’n’Roll hin zum chartsfähigen Stadion-Rock und Glamour, das lag vielen schwer im Magen. Wohl auch der Band selbst, denn auf dem neuen Album „Automatic Thrill“ wird wieder ordentlich Gas gegeben und dirty gerockt. Dennoch hört man, dass das alte Produzenten-Team beibehalten und wieder in New York gemastert wurde. Jedes Detail klingt perfekt austangiert, jeder Ton geschliffen. Dennoch, so richtig mag das vierte Album der Norweger auch nicht vom Hocker reißen. Der Spagat zwischen rotzigem Street-Sound und aufgeblasenem Glamour scheitert hier letztendlich an der Substanz, die Songs bringen bis auf wenige Ausnahmen keine neuen Ideen mit. Gut recycelt ist eben noch nicht ganz gewonnen und allen kann man es nie recht machen. Erst recht nicht indem man es versucht. Wertung 6/10.