Mit dem Untergang des 0711 Imperiums vergaß man auch Karibik Frank, damals mit „Psychisch Frank“ EP und „Staatsfeind Nr.1“ Style-Vorreiter. Viele Jahre später ist er jetzt zurück, unter anderem Namen, bezogen auf sein Vorbild Regisseur Stanley Kubrick, und mit seinem ersten Album. Zusammen mit seinen Produzenten Michel Baur und DJ Emilio, sowie einer ganzen Riege von Gastproduzenten wie Simon Vegas, Yvan, Dash und Brisk Fingaz schuf er das wohl erfrischendste deutsche Rapalbum 2004. Wie aus einem Guss rappt sich Franky Kubrick durch 17 Tracks, als Gast dabei meist nur sein Partner Soulsänger Fetsum. Voller Wortwitz, Ironie und Schlagkraft bringt er ein breites thematisches Spektrum, nachdenkliches, lustiges, trauriges oder Partynummern. Herauszuheben sind dabei „Superstar“ wegen dem abgedrehten Beat, „Hypnotisiert“ über ein KillaChick, „Hol Ihn Back“ featuring MB1000, das live-aufgenommene „Tu's noch mal“ und das sphärische „1000 Meilen“. Insgesamt enttäuscht kein Stück auf der Platte, wer dieses Jahr von deutschem HipHop spricht muss auch Franky Kubrick erwähnen. Wertung 8/10.