Erlend Øye ist Norweger und lebt in Berlin, er ist Sänger und Songwriter, DJ eher weniger. Trotzdem darf er beim neuesten Teil der legendären DJ Kicks Reihe ranm treu dem Motto „man muss kein technisch versierter Plattendreher sein, um einen aufregenden Mix abzuliefern. Øye beginnt seinen Mix mit Jürgen Paape's „So weit wie noch nie“, was durchaus repräsentativ für die ganze Scheibe ist. Unaufdringlich, weich und besonnen hört sich der Mix an, die Übergänge von Track zu Track hat Øye glänzend gestaltet. Die Hälfte der Songs sind von ihm eingesungen, drei dieser neun hat er selber geschrieben. Daneben gibt's u.a. Phoenix mit „If I Ever Feel Better“, Avenue D und „2D2F“ oder Ricardo Villalobos' „Dexter“. Jedem wird's nicht gefallen, dass Erlend Øye einfach so auf „2 After 909“ von Justus Köhncke oder „Poor Leno- Silikon Soul Rmx“ von Röyksopp singt, wer hier aber offen ist wird mit einer sehr schönen DJ Kicks Ausgabe entschädigt. Wertung 8/10.