Man möchte bei den ersten Klängen von „Air“ fast meinen man hat es mit einer internationalen Ausgabe von Wonderwall zu tun, und doch kann man die beiden Bands nicht miteinander vergleichen. Die drei norwegischen Mädchen (na ja, sie sind schon über 26) haben schon einen Grammy in ihrer Heimat bekommen und auch in Japan verkauften sie ihr Album gut. Mittlerweile steht schon das fünfte Studioalbum in den Startlöchern, bei uns gibt es aber erstmal „Air“. Inger, Christine und Jannicke feiern schon ihr zehntes Bandjahr, klingen aber immer noch so frisch und unverbraucht wie drei Teenies. „Girls keep secrets in the strangest ways“ ist der Opener, gibt auch gleichzeitig die Marschroute für das Album vor. Geheimnisvolle, verträumte kleine Songs, süß, zart und zerbrechlich. Wie Federn gleiten die drei engelsgleichen Stimmen durch die Luft, umgeben von den kaum ins Gewicht fallenden musikalischen Strukturen. Ob man da noch jemanden findet der sich nicht von Ephemera verzaubern lässt? Wertung 8/10.