Zwei Alben hat Eleni Mandell jetzt bei uns herausgebracht, in ihrer Heimat, den Staaten, sind es schon 5. Das neue Werk „Afternoon“ legt nahe man habe es hier mit einer Songwriterin aus der trocken Wüstenlandschaft Amerikas zu tun, aber nein Eleni Mandell wohnt in Los Angeles. Aufgewachsen ist sie allerdings im San Fernando Valley, wenigstens etwas was die Illusion nicht ganz zerstört, denn auf den 13 Songs gibt es Blues, Country, Jazz und Singer/Songwriter Stuff. Damit hat sich auch schon die L.A. Weekly 2003 Auszeichnung gewonnen. Fast einlullend und hypnotisch bahnen sich die Songs unbeirrbar ihren Weg, um Tempo ist Frau Mandell nie bemüht, trotzdem wird es durchaus auch mal rockiger wie auf dem Titeltrack „Afternoon“. Meistens wirken die Nummern verträumt, ein bisschen lasziv und melancholisch, und immer ist diese bestimmte US Country Feeling dabei. Die Songs sind einfach und doch verspielt, eine geheimnisvolle Stille schwebt über dem Album, dem Nachfolger zu „Country For True Lovers“. Es ist nicht schwierig Gefallen an diesem Werk zu finden, erst Recht nicht wenn man einen entspannten Nachmittag verbringen will. Genauso muss man aber auch Gefallen an queren Tönen haben. Wer zur limitierten Version der CD greift wird mit 22 Minuten Jazz belohnt, überhaupt nicht so amerikanisch und ganz wundervoll. Wertung 7/10.