Bekannt geworden war er als DJ von Freundeskreis, dann begann er 2000 seinen Soloweg mit dem HipHop-Album „Science Friction“. Aber schon bald hatte er sich fast völlig ganz vom Rap abgekehrt, das Nachfolgewerk „Friction“ setzte ganz auf Instrumentals. 2004 folgt jetzt sein Drittling, der schon im Namen verkündigt, was geboten wird. Zwar verzichtet Friction nicht ganz auf seine HipHop Roots, wenn gerappt wird, dann aber nur auf Englisch, auf dem grandiosen Opener „Soulsonic“ mit Ty. Auch auf dem zweiten Track, der Single „Could Heaven Ever Be Like This“, zeigt der Stuttgarter sein Können in Sachen weiche, runde Beats. Mögen sich auch die musikalischen Einflüsse in Frictions Tracks in den letzten Jahren komplett gewandelt haben, seine Handschrift, sein spezieller Sound führt wie ein roter Faden durch seine Discography. Damit sind die Hits aber auch erstmal abgespult, die weiteren Nummern bieten einen Mix aus Disco, Funk, Garage, House, HipHop und Drum´n´Bass, mal clubbiger, mal relaxter. Zwar finden sich auch hier noch die eine oder andere fesselnde Hookline wie „Nasty U“ oder der Reggae-Vibe „Vision Of A Lady“, überwiegend lädt das Material aber „nur“ auf die Tanzfläche ein. Das soll im Allgemeinen jedoch keine Kritik sein: mit „Soulsonic“ hat Friction seinen neuen Weg gefunden und reißt uns alle mit. Wertung 8/10.