Drei Jahre nach „Survivor“ kehren Destiny's Child zurück, und fast scheint es so, als wäre nach dem fulminanten Solotrip von Beyonce alles beim Alten geblieben. Zumindest erweckt die erste Single „Lose My Breath“ die gleichzeitig Opener des Albums ist, diesen Eindruck. Wer aber weiterhin smashige Dancefloor-Knaller von der erfolgreichsten R'n'B Band unserer Zeit erwartet, dürfte aber enttäuscht werden. Nach dem knackigen Beginn und „Soldier“ featuring T.I. und Lil Wayne schalten Beyonce, Kelly und Michelle auf dem Album einen Gang zurück und bewegen sich eher im Segment softer Balladen. 50 Millionen Platten hat das Trio inklusiver aller Soloprojekte seit 1997 verkauft, „Destiny Fulfilled“ dürfte da keinen neuen Glanzpunkt setzen. Den Texten fehlt oftmals die altbekannte Schlagfertigkeit, die Produktion, bei der Beyonce den Part des Co-Produzenten übernahm, wirkt zu brav und zu ideenlos. 12 Songs inklusive Bonustrack gibt es insgesamt, 52 Minuten die überwiegend vor sich hinplätschern. Klar hört man auch „Destiny Fulfilled“ die Klasse von Destiny's Child an, aber das Album zeigt nicht das ganze Spektrum des Girl-Trios, vor allem nicht den Teil des Spektrums mit dem sie erfolgreich geworden sind. Da wirkt es am Ende fast berechnend dass nur die Single weniger Soul und mehr Dance bietet. Von „Fulfilled“ wird der Fan da jedenfalls nicht sprechen. Wertung 6/10.