Der Junge mit Der Gitarre ist mit „Mehr sehn“ eher so was wie eine Eintagsfliege, wie ein Straßenmusikant der kommt und geht, doch erstaunlicherweise ist er jetzt mit „Im Affekt“ wieder da. Da mit dem gleichen Schema, das gerade deshalb verloren hat, weil es jetzt nicht mehr neu ist. Wenn der Junge Mit der Gitarre versucht hier zu philosophieren, über den Grand Prix singt oder über sonst scheinbar anspruchsvolle Themen, so wird schnell klar, dass hier die musikalische Substanz fehlt. Persönliche Texte können die fehlende Originalität nicht ausgleichen, erst Recht nicht wenn die Songs nichts hergeben. Eben im Affekt, man hätte es besser sein lassen. Wertung 4/10.