Hochgekommen ist Damion Davis mit der Kaosloge, jetzt veröffentlicht der Berliner mit „Kehrseite der Medaille“ sein erstes Soloalbum. 17 Tracks bietet das Werk, auf dem Damion meist ohne Features auftritt und das hauptsächlich von DJ Pete und Krutsch produziert wurde. Vermissen tut man dabei glücklicherweise nichts, sowohl in seinem Rapstyle als auch inhaltlich variiert Damion von Song zu Song, und auch die Produktionen decken alle Seiten ab. Da zeigt er sich zum einem nachdenklich und kritisch wie auf „Kritiker“ und „Siedepunkt“, auf der andere Seite bangt er auch mal die Party „Dirty Dancing“ oder demonstriert in Ansätzen sein Gesangstalent „Mit Gefühl“. Überhaupt zeigt sich „Kehrseite der Medaille“ sehr musikalisch ausgerichtet, so ist der Titeltrack live mit seiner New Metal Band, bei der er singt, eingespielt, und rockt wie eine waschechte Crossover-Nummer. Kompakt, dynamisch, druckvoll und variantenreich, Damion überzeugt mit seinem ersten Album auf ganzer Linie. Und auch wenn das Ganze schon sehr gereift klingt, so schimmert doch immer wieder durch, dass hier noch Potenzial für mehr drin steckt. Wertung 8/10.