Crosscut hat man schon oft Großes zugetraut, vor allem bei ihrem Debüt „God Given Time“ im Jahr 2001, der große Durchbruch kam dann trotzdem nie. Trotzdem bleibt das Quartett konsequent bei der Stange, nicht ganz einfach bei mehreren Besetzungswechseln. Jetzt kommt das dritte Album der Ruhrpottler, das das gegen den äußerst guten Vorgänger „noneSIZEfitsALL“ bestehen muss. Das Quartett hat sein musikalisches Gesicht verändert, vom einstigen New Metal ist man abgerückt, das neue Material ist wesentlich härter, bringt ein richtiges Metalbrett und geht bis zum Hardcore. Zwischendurch wird wie auf „Personal Demon“ zwar auch mal das Tempo raus genommen, aber die Richtung ist klar. Glänzen kann das Werk mit seinen 11 Songs vor allem durch Songwriting, Bandleader und Gitarrist Frank Holtmann hat hier ganze Arbeit geleistet, unglaublich dynamisch präsentiert sich der Aufbau der Stücke. Alte Fans der Band wird „Director's Cut“ wohl trotzdem nicht restlos überzeugen können, man wird ab sofort mit Crosscut so richtig moshen. Natürlich auf hohem Niveau. Wertung 8/10.