Kannte man Clueso anfangs noch als jazzigen Rapper, so entwickelt sich der junge Erfurter immer mehr zum Songwriter und Sänger. Das unterstreicht schon direkt der erste Song seines zweiten Albums „Gute Musik“. Mit der Jürgen Kerth Band bringt er rockige Gitarren und singt selber in rauchiger Stimme, „Nacht unterwegs“ klingt wie ein Song von Selig. Trotzdem bleibt es bei den 21 Tracks des Albums insgesamt bei dem gewohnten Clueso Mix, Soul, HipHop, Jazz und Reggae. Rappen tut er auch noch und nicht nur singen. Eingeladen wurden u.a. Tim Neuhaus auf „Fanpost“ und Blumentopf auf „Egal Wo!“ und sorgen so für ein bisschen Abwechslung in Clueso's urbanen Mikrokosmos. Nötig wäre das nicht gewesen, der 24-Jährige zeigt hier wahre Größe und liefert ein unterhaltsames, nachdenkliches, spannendes und interessantes Album ab, Großstadtmusik für die Generation nach HipHop. Wertung 8/10.