Charnell ist das mit seinem Debütalbum, leider geht das im Trubel um Berliner Kollegen wie Sido & Co ziemlich unter. Da nützt es auch wenig, wenn er schon wieder einen Diss gegen Sido nachlegt, dem Album tut das nicht gut. Charnell, der Da Fource Rapper, hat nämlich eigentlich selber einiges zu bieten und bietet auf 24 Tracks harten Berlin-West Shit. Dabei schreckt er auch vor einer Art Coverversion von Freundeskreis’s „Anna“ nicht zurück. Die Bandbreite ist groß, das gilt aber leider nicht für die Beats, da fehlen die Highlights genauso wie die Abwechslung. Jedenfalls gibt es auf „Übernahme“ viel zu checken, die Stunde ist voll gepackt, vielleicht ein bisschen zu voll. Es geht aber auch nicht darum, hier ein auf Hochglanz poliertes Album zu präsentieren, das hier kommt direkt und ungefiltert von den Strassen Berlins, und das ist auch gut so. Wertung 6/10.