Caliban haben die hiesige Metalcore Szene schon seit langem mitbestimmt, erstaunlich für eine derart junge Band. Auf Lifeforce Records erspielten sie sich mit „A Small Boy And A Grey Heaven“ und „Vent“. Jetzt wagten sie zum vierten Album den nächsten Schritt und wechselten zum großen Metal-Label Roadrunner Records. In Schweden aufgenommen zeigt das Werk auch durchaus Death-Metal Ansätze, rein gepreschte Double-Bass Attacken, geschliffene Riff-Gewitter und scharf gefeilte Shoutings von Andy Dörner. In eine bestimmte Ecke lassen sie sich dennoch nicht drängen, dazu ist alleine das Songwriting zu vielseitig ausgeprägt, Caliban schaffen es hier alle Register zu ziehen und in jedem Genre wie zu Hause zu wirken. Dabei finden sich auch auffällig viele Gesangsparts, es wird nie durchgängig gemosht. Genau das macht „The Opposite From Within“ so spannend und unberechenbar, man weiß nie was als nächstes kommt. Mit dieser Leistung spielen Caliban aus dem Ruhrpott international ganz vorne mit, aber das taten sie ja auch schon mit den letzten Alben. Wertung 8/10.