Wenn Brian Wilson ein neues Album präsentiert schaut natürlich die ganze Welt hin, auch wenn es 1966/67 niemand haben wollte. Damals hatten er und Van Dyke Parks an diesem Konzeptalbum gearbeitet, die Plattenfirmen fanden es zu „freaked out". Und so schob sich die Sache 37 Jahre hin und wurde jetzt neu eingespielt, heute wo sich alte Stars besser denn je verkaufen wollte ihn jeder. Also auf in einen neuen Trip in die alte Musikgeschichte, in eine längst versunkene Welt der Beach Boys. Vielleicht auch gerade deshalb wirkt „Smile“ mit seinen 17 Nummern so zeitlos, es ist ein Album aus dem neuen Jahrtausend, wirkt aber nicht so. Kurzum ein Album für alle Beach Boys Fans, das zwar keine wirklichen Überraschungen bietet, aber dafür einen großen Sammlerwert besitzt. Punkte gibt es auch für die schöne Aufmachung mit äußerst umfangreichen Booklet. Musikalisch ist das Ganze glänzend inszeniert, vielseitig, poppig und mitreißend, und damit nicht nur interessant für die ältere Generation. Wertung 8/10.