Brant Bjork prägte den Stonerrock, Bands wie Fu Manchu, Kyuss und Queens of the stone age, doch auf seinem neuesten Album „Local Angel“ hat er sich endgültig von dem Wüstensound entfernt, eine Tendenz die sich schon auf seinem Solodebüt „Operators“ ankündigte. Die harten Gitarren sind nicht mehr da, der Staub wird aber immer noch hoch gewirbelt, dafür ist die sensationell einfache und trockene Lo-Fi Produktion zuständig, die außer Bass und Stimme eigentlich gar nichts zulässt. 12 Songs die für sich stehen hat Brant Bjork auf „Local Angel“ gepackt, kleine Songs mit großer Geschichte, ohne Schnickschnack nur der Song und er. Songwriter-Musik gemischt mit Jazz und Blues, Indie-Pop und seinem Stonerrock Background. Das Spektrum reicht dabei vom sanften Ohrgesäusel „Bliss Ave“ und „Fly to Haiti“, einer Hommage an Jimmy Hendrix bis zum druckvollen „She's Only Tryin'“. Man kann sich über die Qualität dieses Albums streiten, man kann es aber auch ganz einfach lieben. Wertung 8/10.