Bozz Music kontert auf die Aggro Ansage, Azad vs. Sido, zumindest in kommerzieller Hinsicht dürfte wohl der Berliner das Rennen für sich entscheidend. Aber auch Azad hat mittlerweile in Frankfurt ein beeindruckendes Imperium um sich gescharrt und vor allem Jonesmann aus seinem Lager dürfte in Zukunft noch punkten. So hält sich der Bozz auf der Compilation auch moderat zurück, der „Nachwuchs“ um Chaker, Lunafrow, Sezai, Sti, Warheit und Jeyz bekommt seine Chance. Produziert wurden die „nur“ 13 Tracks meist von Sti oder Azad. Positiv fällt vor allem auf, dass sich die Compilation trotz der Vielfalt der vertretenen Rapper als Einheit präsentiert, die Linie stimmt. Auch inhaltlich wird Einiges herübergebracht, anders als die Aggro Berliner verzichtet Bozz Music auf willenloses Geshoute, hier wird eine Message gedroppt. Die Richtung dabei gibt freilich Azad vor, ob die dunkel bombastischen Beats oder die kalte Atmosphäre, seine Handschrift ist unübersehbar, wer also auch schon Azads letzte Alben sein eigen nannte, ist auch hier goldrichtig. Wertung 9/10.