Der neueste Schlag der Punkgiganten trifft ins Herz Amerikas und ist nach eigenem Bekunden auch ihr bislang politischster. Nach den bedrohlichen Klängen des Intro legen Bad Religion auf ihrem dreizehnten Album wie immer mit Vollgas los, überrascht „Sinister Rouge“ noch mit neuem Sound so geht es mit „Social Suicide“ wieder in den gewohnten Trott von Greg Greffin, Brett Gurewitz und ihrem Anhang. Auf den ersten Blick offenbart das 14-Track Werk weniger Sing-a-longs als man es von Bad Religion kennt, auf den zweiten Blick zeigt es sich tiefgängiger, ausgefeiltere Arrangements münden in gepflegten Songs wie „Los Angeles is burning“ und „To another abyss“, Songs die sich auch nach wiederholtem Hören noch interessant halten. „The Empire Strikes First“ setzt am Vorgänger „The Process of Belief“ an, ist aber deutlich besser und weniger verkrampft, es ist eines der besseren Alben von Bad Religion, einer Band, die noch erfolgreich gegen ihre Bedeutungslosigkeit ankämpft. Das könnte sich nach den nächsten Wahlen ändern. Wertung 8/10.