Auf seinem neuen Album gibt sich Al Jarreau zurückhaltend, er kehrt zu seinen Wurzeln zurück und damit zu den Zeiten die ihn erfolgreich gemacht haben, denen wo er die ersten Grammys bekam. Hauptsächlich widmet sich der Sänger & Jazzer alten Jazz-Klassikern, die er neu und nie überbetont auflegt. Neben Kompositionen wie der von Duke Ellington „I'm Beginning to See the Light“ widmet sich Jarreau aber auch neueren Stücken, die Jazz, Soul und Pop verbinden. „Accentuate The Positive“ ist ein überwiegend sanftes Album, das zum Zurücklehnen einlädt, dabei aber auch immer mit Charme unterhält. Die 11 Stücke dürften sowohl die alten Fans aus den 70ern wie auch die, die ihn seit seinen ersten kommerziellen Ausflügen kennen, zufrieden stellen. Glänzend instrumentiert wie man es von Al Jarreau kennt schafft das Werk die Waage zwischen Tiefgang und Entertainment zu halten, ohne dabei eine der beiden Seiten zu vernachlässigen. Man könnte sagen, dass es deshalb bei manch einem Arrangement an Ausdruckstärke und Progressivität fehlt, aber das mag auch Geschmackssache sein. Wertung 8/10.