Mit 19 schon ein Songwriter Album herauszubringen ist ungewöhnlich, Felix Neumann, Bassist der bayrischen Gitarrenpop Band Steep, wagt es. Der erste Track beginnt schon sehr experimentell, nur Klänge, kaum richtige Instrumentierung. Dieses Bild ändert sich auch im weiteren Verlauf wenig, ab dem dritten Song „Heartland“ wird es etwas rhythmischer, Gesang bekommt man aber nicht zu hören. Felix Neumann, der alle Instrumente mit Ausnahme des Pianos auf „Today we make peace with all our desires“ gespielt hat, präsentiert uns ein Album an der Schnittstelle zwischen Indie-Pop, Avantgarde und Neuer Musik. Dass es dabei nicht auf Unterhaltung ankommt ist klar, und so ist man froh, dass sich die Spielzeit mit 30 Minuten im Rahmen hält. Über diese Zeit schafft es A Hundred Times Beloved auch die Spannung zu halten, eine reife Leistung. Wertung 7/10.