Vor fast genau zwei Jahren schickte Roadrunner drei neue Newcomer ins Rennen, Killswitch Engage, Five Pointe O und 36 Crazyfists. Während sich vor allem Killswitch Engage durchsetzen konnten, so gelang dies 36 Crazyfists aus Portland noch nicht so recht, mit dem neuen Album „A Snow Capped Romance“, eine Hommage an die Heimat der Band, Alaska, könnte sich das jedoch ändern. Das Quartett um Sänger Brock Lindow hat sich weiterentwickelt, die 11 neuen Songs klingen homogener und ausgeglichener. Sowohl im Sound als auch im Songwriting präsentiert man sich offener und wärmer, auch ist das neue Material emotionaler angehaucht, was auch für den Gesang und die Shoutings von Lindow gilt. Trotzdem fehlt es nach wie vor an etwas mehr eigenem Profil und Ausdruck, ob jetzt New Rock oder Emo, 36 Crazyfists machen nicht ganz klar, wohin sie wollen. Jedenfalls ist der Band eine klare Steigerung im Vergleich zum Vorgänger „Bitterness The Star“ gelungen, „A Snow Capped Romance“ ist ein schönes Album mit teils packenden Momenten und ohne wirkliche Schwächen. Wertung 7/10.