Waterdown –
The Files You Have On Me
Victory VÖ: 31.03.2003
Wie habe ich „Never Kill The Boy on The First
Date“, das Durchbruchsalbum von Waterdown, geliebt. Und um
es gleich zu sagen, umso enttäuschter bin ich von dem Nachfolger
„The Files You Have On Me“ der Osnabrücker Band.
Waterdown haben als eine der wenigen deutschen Hardcore Bands den
internationalen Durchbruch geschafft, jetzt habe ich den Eindruck,
dass sie ihn allzu schnell wieder verschenkt haben. Das neue Album
zu beschreiben fällt schwer, einerseits ist es härter.
Dunkle Gewitterwolken ziehen auf, Killer-Riffs werden durch die
Boxen gejagt. Dann wieder heitert der Himmel plötzlich auf,
Waterdown scheint es zu den Engeln hinzuziehen, präsentieren
braven Emo-Rock und seltsam klingende Gesanglinien. Die Frage, wo
hier das Konzept liegen soll, bleiben sie bis zum Ende schuldig.
Dass die Arrangements teilweise interessant sein mögen, will
ich gar nicht abstreiten, hörbar sind sie aber nicht. Irgendwie
scheint es mir, als ob die Osnabrücker bei „The Files
You Have On Me“ nicht ganz wussten, was sie wollten. Alles
haben sie gemacht, aber nichts richtig. Bleibt nur zu hoffen, dass
sie sich auf ihren alten Qualitäten zurückbesinnen. Wertung
5/10.