Ursula Desire Rucker aus Philadelphia gehört
zu den Großen der New Jazz Szene, auch wenn sie selber eigentlich
auf Spoken Word konzentriert ist. Dafür hatte sie auf ihrem
Debüt „Supa Sista“ schon genug Partner, die für
die exzellente musikalische „Untermalung“ gesorgt hatten.
Das ist auch auf dem zweiten Album „Silver Or Lead“
so, nicht nur Namen wie Jazzanova, Rob Yancey und The Roots garantieren
dies. Überraschungen gibt es zwar nicht, aber hätte jemand
solche erwartet? Ursula Rucker bietet hier das, für was sie
alle so lieben. Poetry über sozio-politische Themen, tiefgründig
aber doch nicht zu künstlerisch. Das Album ist deshalb auch
als Kunstwerk zu werten, ein Album von dem man auch noch in einigen
Jahren zehren wird. Wertung 8/10.