Tomte – Hinter
all diesen Fenstern
Grand Hotel van Cleef / Indigo VÖ: 28.04.2003
Neue deutsche Pop-Kultur oder Hamburger Schule,
beides trifft auf das neue, dritte Album von Tomte nicht so wirklich
zu. Und die Frage, wo das Quartett um Thees Uhlmann jetzt eigentlich
liegt, muss man vielleicht auch gar nicht beantworten. Mit „Hinter
all diesen Fenstern“ sprechen Tomte für sich selbst,
zeigen was der deutsche Pop kann und mischen eindrucksvoll die Dunkelheit
mit der Melodie des Alltags. Die 10 Songs bieten das Material zum
Abdriften, zum Träumen und zum Nachdenken. Auf ihrem eigenen
Label Grand Hotel van Cleef fabrizieren Tomte ein typisch deutsches
Album, das aber völlig ohne Klischees auskommt, vielleicht
auch deshalb so realistisch wirkt und berührt. Neutral und
monoton bahnen sich die Songs ihren Lauf, ohne jedoch langweilig
zu wirken. Lasst euch auf Titel wie „Neulich als ich dachte“,
„Von Gott verbrüht“ und „Schrei den Namen
deiner Mutter“ ein. Wertung 8/10.