Nachdem Timbaland fast alle HipHop-Größen vertont hat, versucht er es wieder selber. Mit dem alten Weggefährten, Rapper Magoo, legt er ein eigenes Album hin, dass mit 16 Tracks und großen Features glänzt. Nach dem amtlichen Intro kommt Missy Elliot „Cop That Sh*!“, das erinnert irgendwie an „Under Construction Part I“. Ähnlich sieht es bei „Shennanigans“ aus, Bubba Sparks übernimmt die dominierende Rolle, Magoo bleibt nur der Posten als Backup MC. Die Beats und die Produktion tragen natürlich die Handschrift von Timbaland, meist stark reduziert und trocken, aber immer schwer kickend. „Under Construction Part II” ist das vierte Solo-Album des 32-jährigen Tim Mosley nach „Welcome To Our World” (1997), „Tim’s Bio” (1998) und „Indecent Proposal” (2001). Klar bietet das Album auch Tracks ohne offizielle Features, wie das wirklich fett klingende „That Sh** Ain’t Gonna Work“, aber ohne die Background Vocals von Raje Shwari, auch zu hören bei anderen Nummern wie „Naughty Eye“, würde dem Track etwas fehlen. Die Bandbreite des Albums ist groß, von Club-Tracks reicht sie über orientalische Einflüsse „Indian Flute“ bis hin zu smoothen Stuff mit Wyclef Jean „Hold On“ und Ragga „Naughty Eye II („Hips“)“ mit Beenie Man. Der ganz große Wurf ist Timbaland hier nicht geglückt, zwar sind hier jede Menge knallige Beats, große MC’s und Hits versammelt, von einem Solo-Album erwartet man aber auch anderes. Wertung 7/10.