Es war ein Experiment. Als Pete Droge, Shawn Mullins
und Matthew Sweet im Frühling zusammenkamen, gab es wenig was
die drei Songwriter gemeinsam hatten, sie kannten sich persönlich
kaum. Doch dann fanden sich die Drei zwei Wochen lang in der Nähe
von Santa Barbara ein, und die Songs sprudelten nur so hervor. Ruhige
Stücke deren Harmonien um die Vocals herum gebastelt sind,
das ist das Geheimnis der Thorns. Im Studio fand sich dann noch
Erfolgsproduzent Brendan O’Brien ein und polierte das Ganze
auf Sendequalität, fertig war es schon das erste Album der
ungewöhnlichen Band. Aber es scheint zu funktionieren, die
Songs sprechen für sich. Das Cover der CD beschreibt die musikalische
Richtung des Albums schon recht gut, naturbelassen, harmonisch und
entspannend. Im wahrsten Sinne des Wortes harmonieren Droge, Mullins
und Sweet hier. Leider beweisen sie auch, dass Harmonie nicht immer
spannend sein muss. Und so wird es schon den einen oder anderen
geben, der nach der Hälfte der 13 Songs einschläft, aber
der träumt dann wenigstens schön. Wertung 7/10.