Die glorreichen Zeiten von The Offspring sind eigentlich vorbei, Dexter hat nicht mehr den Status eines Idols und die Kids hören die 1994er Hits „Self Esteem“, „Come Out And Play (Keep `Em Separated“ und „Gotta Get Away” nicht mehr. Offspring zog es nach diesem Welterfolg von Epitaph zwar zu den Majors, der Erfolg ging aber so langsam, auch wenn die Alben wie „Ixnay On The Hombre“, „Americana“ und „Conspiracy Of One“ noch gute Chartspositionen einfuhren. Auf jeden Fall war aber musikalisch die Luft raus. Jetzt erscheint das siebte Album „Splinter“ der 1984 gegründeten Punkrocker, und macht vieles besser. Abwechslungsreicher und gleichzeitig härter dröhnen die neuen Songs aus den Boxen. Vielleicht lag das auch am neuen Schlagzeuger Josh Freese von den Vandals und den Gästen Jim Lindberg von Pennywise und Jack Grisham von TSOL, der bei „The Noose“ und „Da Hui“ singt. Viele der Tracks weisen wieder Elemente von Oldschool-Punk auf und gehen richtig zur Sache, so wie das erwähnte „The Noose“, „Longway Home“, „Never Gonna Find Me“, „Lightning Road“ und das thrashige „Da Hui“. Den anderen, poppigen Gegenpol bilden Stücke wie die Single „Hit That“, „The Worst Hangover Ever“, „Spare Me The Details“ und „When You’re In Prison“. Ein gutes Album. Das beste Offspring seit langem. Wertung 8/10.