Die Chaos-Theorie haben sich The Mass aus Oakland vielleicht zum Vorbild genommen, durchschaut haben sie sie auf ihrem Debütalbum „City Of Dis“ jedoch nicht. Das Quartett um Grunzer Matt Waters vermischt Grindcore, Death-Metal und Hardcore zu einem eigenen Mix, sehr eigen. Nur acht Songs bietet das erste Album, die liegen dafür jedoch gerne mal über der 5-Minuten Grenze, einmal auch über 7 Minuten. Der Frontmann brüllt gerne rum, die anderen Bandmitglieder hauen irgendeinen Krach heraus, völlig strukturlos versteht sich. Hört man mal Riffs, dann klingen die so altbacken wie bei wenigen neuen Platten. Das könnte theoretisch dem einen oder anderen Hardcore Fan gefallen, doch die kennen auch besseres. „City Of Dis“ wird sicherlich in der Schnittstellenmenge von Hardcore und Grindcore seine Fans finden, dem „normalen“ Hörer ohne Sinn für verquere, sinnentleerte Strukturen wird das aber egal sein, zumal hier musikalisch alles andere als überzeugend gearbeitet wurde. Wertung 3/10.