Es ist mir ein Rätsel, dass The Ataris neuerdings
als Indie-Rock Band eingeordnet werden. Für mich sind sie immer
noch die zarteste Versuchung seit es Punkrock gibt. Zum Glück
hat sich das auch nicht durch den Sprung von Kung Fu Records zu
Sony verändert, die Ataris machen genau dort weiter wo sie
mit „End Is Forever“ aufgehört haben. Erwachsener
sind die Mannen um Sänger Kris Roe aber geworden, das hört
man, und wohl hat auch Producer Lou Giordano hier seine Spuren hinterlassen.
Das Ergebnis klingt eine Spur alternativer und rockiger, den Ataris
Charme und die Spritzigkeit der alten Songs muss man aber nicht
vermissen. Und noch immer erzählen die Songs wunderbare Geschichten.
Mit „So long, Astoria“ hat das Quartett wieder nichts
falsch gemacht und ist weiter auf Kurs die Herzen der Fans in allen
Ländern zu erobern. 15 Songs mit immerhin einer knappen Stunde
Spielzeit. Ich fand zwar das Vorgänger-Album etwas besser,
aber das ist rein subjektiv. Wertung 8/10.