Von vielen neuseeländischen Musikern hört man bei uns nicht, und wer kann sich schon wirklich etwas unter neuseeländischer Musik vorstellen? Tama Waipara ist Neuseeländer und 26 Jahre alt, ein Master Degree hat er an der Manhatten School of Music gemacht. Jetzt versucht er für sein Land einzutreten, will einen Teil der Einnahmen an ein Hilfsprojekt spenden, kombiniert die Musik der neuseeländischen Ureinwohner, der Maori, mit Electronic, Jazz und Texten der Dichter Shakespeare oder Swinburne. Herausgekommen ist dabei ein sehr eigenwilliger Mix, ruhige, in der ferne schallende Percussion, weiche Töne, eine undurchdringbare Schwermut, Tama Waipara's getragener Gesang, das ist jedenfalls nicht das, was man sonst unter New Jazz kennt. Gleichzeitig ist sein Debütalbum „Triumph Of Time“ keine leichte Kost, es ist ein Ort der Besinnung und des Nachdenkens, musikalisch passiert hier nicht viel. Einige werden die 12 Songs deshalb und wegen ihrer klassischen Ausrichtung lieben, andere werden den geringen Unterhaltungswert bemängeln. Wertung 6/10.