Syleena Johnson –
Chapter 2: The Voice
Jive VÖ: 10.02.2003
Schon mit ihrem Debüt „Chapter 1: Love,
Pain & Forgiveness“ stand Syleena Johnson auf der Sonnenseite
und erntete gute Kritiken, mir war nie so ganz klar warum. Das ist
bei dem jetzt veröffentlichten Nachfolger nicht anders, darüber
kann mich auch die erstklassig besetzte Produzenten-Gästeliste
nicht hinwegtäuschen. Klar, „The Voice/Intro“ von
Hi-Tek klingt schon sehr fett, dass die Ideen aber vom momentanen
Trend kopiert sind hört man sofort. Und auch die Arbeiten von
Carvin & Ivan, Donald Lawrence und R. Kelly zünden nicht
so recht. Letzterer singt sogar noch ein bisschen mit, dabei hat
er schon auf seinem kürzlich erschienenen Album gezeigt, dass
er das nicht mehr kann. Nun, singen tut in erster Linie zum Glück
aber Syleena Johnson, und das kann sie überzeugend. Und von
den Beats lässt sie sich ihren Soul R’n’B Stil
nicht beeinflussen. Soweit gefallen mir ihre 15 Tracks dann doch,
nur leider bleiben ihre Texte flach. Und das verbunden mit den „angepassten“
Beats reicht eben nicht zu einem Album das mehr als Durchschnitt
wäre. Wertung 5/10.