Beständig sind Static-X immer an der New Metal Welle drangeblieben, dafür um ganz vorne zu surfen hat es aber nie gereicht. Auch waren sie immer eher in die härtere Fraktion einzuteilen und tourten so z.B. mit Slipknot. Jetzt aber mit dem dritten Album „Shadow Zone“ dürfte es zum Angriff reichen, die meisten Gegner sind geschwächt, die Kalifornier präsentieren sich dagegen in Höchstform. Allerdings auch ganz anders, neuerdings bestimmen Rhythmus und Melodien den Sound der Band, ultraharte Moshparts gehören dagegen wohl eher der Vergangenheit an. Verweichlicht sind Static-X keineswegs, Metal machen sie immer noch, nur halt mit anderer Ausrichtung. Fast schon erinnern einige Songs wie der Titeltrack an Industrial und benutzen Melodien wie in der Gothic Szene, aber so einfach lässt sich das alles nicht auf einen Nenner bringen, zu vielfältig und komplex sind die neuen Einflüsse. Fest steht jedenfalls, dass das Quartett mit neuem Drummer (Josh Freese, A Perfect Circle spielte das Album ein) Gefallen an Melodien gefunden hat und diese reichlich einsetzt. Daraus resultiert, allerdings nicht zwangsläufig, dass sich unter den 13 Songs viele mit Hitqualitäten finden, die Refrains bohren sich in die Gehörgänge. Dazu gibt’s dann sogar mal ne Ballade „So“. Das wird mich Sicherheit nicht allen alten Fans gefallen, ist aber qualitativ das bislang Beste von Static-X, und das ist doch die Hauptsache. Zu der CD gibt es auch eine DVD mit wirklich viel Hintergrund-Material, das gleicht ein bisschen die kurze Spielzeit von nur 38 Minuten aus. Wertung 8/10.