Die zehnte Space Night klingt anders, als das was man bislang aus dem Nachtprogramm des Bayerischen Fernsehens zu hören bekam. Während die Weltraumbilder in der Vergangenheit mit Chillout und Electronic versüßt wurden, spannt Nils Wülker jetzt einen Jazz Teppich auf. 2002 erschien die Debüt-CD „High Spirits“ des Komponisten und Trompeters. Eine gute Stunde mit 12 Songs lädt hier zum Träumen ein, anspruchsvollen Jazz sollte man nicht unbedingt erwarten, Nils Wülker erzeugt Melodien, Bilder und Emotionen. Manch einer wird dieses Konzept für kitschig halten, aber darauf kann man Space Night 10 wirklich nicht reduzieren. Auch wenn es nicht um die eigentlich musikalische Leistung geht, sondern bei jedem Hörer Bilder im Kopf zu einem Puzzle zusammengesetzt werden und dadurch das Album wirken lassen, schlecht ist die musikalische Leistung nicht, Nils Wülker hat ein konzeptionell gutes Jazz Album abgeliefert. Wertung 7/10.