Wenn Slovo jetzt mit „Nommo“ kommt heißt
das nicht, dass „Nommo“ jetzt ganz neu wäre. Veröffentlicht
wurde das Album bereits vor einem Jahr, bei uns war es allerdings
nur als Import zu erwerben. Aber um erstmal die Fakten zu klären
ist zu erwähnen, dass „Nommo“ zum größten
Teil in Kylie Minogue’s Penthouse geschrieben wurde, aber
das ist vielleicht auch gar nicht so wichtig. Deshalb kurzum: Slovo
ist die neue Band von Faithless Gitarrist Dave Randall und „Nommo“
das passende Debütalbum. Nun wollen wir in dieses aber auch
direkt einsteigen und beginnen am besten bei Song 3, „Killing
Me“, es klingt nach London, dunkel und ruhig, im Hintergrund
eine Gitarre im Vordergrund der wundervolle Gesang von Kirsty Hawkshaw.
Erinnern tut das an die Londoner Kollegen von Archive. So geht es
auch weiter, ein dezenter elektronischer Klangteppich bildet das
Gerüst, darüber nur einzelne Instrumente, Gitarre, Cello,
Bass oder Violine. Den Zusammenhalt bilden Erzählstrukturen,
Stimmen leiten die Songs. Die Sängerinnen wechseln sich ab,
auf „Weebles Fall“ ist es Emiliana Torrini, auf dem
afrikanischen Percussion & Rap Stück „Di Wengi Sane“
sind es Maezah, Sandra Mandengue und Isabelle Belleau. Für
fremde Kulturen hat Slovo sowieso viel übrig, das beweisen
auch „Voice“ und „Back To Peace“. Ein fantastisches
Album. Wertung 9/10.