Das ist schon komisch. Da gehen die Skunk Allstars,
unsere Kölner Ska-Rocker, in den Staaten auf Tour, aber bei
uns schert sich niemand darum. Außer einer kleinen Fanbase
und der Sicherheit in Insider-Kreisen hoch gehandelt zu werden,
kann die Band nicht viel vorweisen. Das mag daran liegen, dass Skapunk
trotz der Erfolge von Reel Big Fish & Co hierzulande immer noch
einen schweren Stand hat. Dennoch scheint Köln eine gute Geburtsstätte
für Musik dieser Art zu sein, das neue Album der Skunker beweist
es zuletzt. Skunker, Skunk, durcheinander kommen kann man leider
schnell. Denn Skunk gab es schon, Skunk Allstars sind fast dasselbe
und auch wieder nicht. Die Mannschaft hat gewechselt, die Musik
kaum. Wie dem auch sei, ich als alter Skunk Fan bleibe lieber bei
den alten Alben. Die waren härter, druckvoller, dagegen liefern
die Skunk Allstars eher lockeren und spaßigen Ska. Nicht das
mir das missfällt, aber irgendwie wirkt der Sound auf mich
zu dünn, die Songs kicken nicht genug. Trotzdem merkt man dass
die Band ihr Handwerk versteht, schließlich kann sie auch
auf ihre Zusammenarbeit mit den Long Beach Dub All Stars (ex Sublime),
Mad Professor und Buju Banton zurückblicken. 13 abwechslungsreiche
und eingängige Songs liefert „Bleeding Hearts and Smiling
Faces“, das reicht zumindest für den kommenden Sommer.
Hoffen wir in Zukunft auch in Deutschland mal mehr von der Band
zu hören. Wertung 7/10.