1999 war ich von „Home“, dem zweiten
Album der Atlanta-Metaller um den charismatischen Sänger Lajon
Witherspoon begeistert, es war das Album für mich. Danach blieb
es jedoch still, man konnte meinen die Band habe sich aufgelöst.
Dem war jedoch nicht so, der Nachfolger „Animosity“
erschien 2001 aber nur in Kanada. Jetzt wiederum zwei Jahre später
können auch wir uns über das Album freuen. Allerdings
reichen die 13 neuen Songs nicht ganz an das alte Meisterwerk heran.
Der Sound wirkt stärker geschliffen, manche Passagen tendieren
gar nicht Richtung New Metal, der Groove klingt nicht mehr ganz
so bombastisch, der Bass knackt nicht mehr wie früher, nur
Witherspoons Stimme steht wie ein Fels in der Brandung. Dennoch,
das neue Material ist keinesfalls schlecht, es reicht nur nicht
ganz an die herausragende Klasse von „Home“ heran. „Animosity“
ist ein modernes und gleichzeitig zeitloses Rockalbum, das auch
ohne Features wie Aaron Lewis (Staind) auf „Follow“
auskommt. Eine Stunde lang bekommt man hier Spannung pur geboten,
und das qualitativ absolut hochwertig. Wertung 8/10.