Ry Cooder –
Mambo Sinuendo
Nonesuch / Warner VÖ: 24.02.2003
Wenn Ry Cooder, der Mann hinter dem Buena Vista
Social Club, und der kubanische Gitarrist Manuel Galban aufeinander
treffen, so verspricht dies einiges. Dennoch wird derjenige, der
mit festen Erwartungen an „Mambo Sinuendo“ herangeht,
nicht das finden was er glaubte zu finden, und schon das Cover der
Papphülle verwirrt durch seinen Style. Eine Erwartung erfüllen
die 12 Songs aber ohne Zweifel, sie sind technisch glänzend
und musikalisch spannend. Im typischen Buena Vista Social Club oder
Kuba Style liegen sie jedoch nicht, Ry Cooder experimentiert mit
Sounds und Rhythmen, Gesang findet man kaum, Percussion dominiert
über Melodie. Alle Einflüsse die man hier wieder findet
aufzuzählen wäre zwecklos, sie kommen aus allen Regionen
der Welt. Nicht umsonst ist der 1947 geborene Ryland Peter Cooder
nicht nur als Mann hinter dem Buena Vista Social Club berühmt,
sondern auch als Filmkomponist und Sessionmusiker, u.a. für
die Rolling Stones. „Mambo Sinuendo“ ist ein melting
pot, der auf grandiose Art viele Elemente seines bisherigen musikalischen
Schaffens vereint und trotzdem seine eigene rote Linie besitzt.
Frisch, cool, frei und gleichzeitig fesselnd. Wertung 9/10.