Musikgenres gibt es zahlreiche, und viele Bands
klingen dort wie die andere. Was jedoch wenn man zu Björk schaut
und auf einmal eine Künstlerin findet, die sich hier hörbar
ihre Anleihen holt? Wir versuchen objektiv zu bleiben und das Debütalbum
von Rya unabhängig zu betrachten. Rya entführt uns in
eine Welt von Märchen, textlich und visuell inmitten von Zwergen
und Kobolden. Musikalisch gehören hier treibende Beats, psychedelische
Sphären, 80’s, Wave und ein fast schwebender Gesang dazu.
Die Kroatin, die Schatten um ihre Herkunft hüllt, schafft es
ein eingängiges und gleichzeitig faszinierendes Album hinzulegen.
Wer weniger auf der Suche nach Ecken und Kanten ist und mehr Wert
auf einen einfachen Zugang legt, ist hier richtig aufgehoben. Nur
wer sich in der Süd- und Osteuropäischen Musikszene auskennt
wird merken, dass sich Rya auf ausgetretenen Wegen bewegt, aber
das ist ja nicht weiter schlimm, besonders nicht für uns. Wertung
7/10.