Pinkostar - The trick is to keep breathing
BMG / F.a.m.e. VÖ: 07.04.2003
Letztes Jahr hinterließen die Pinkostars mit der EP "Solar
Girl" ein erstes Statement, dieses konnte mich aber weniger
überzeugen. Umso überraschter bin ich aber jetzt von dem
Debütalbum der Norddeutschen, "The trick is to keep breathing"
bietet ausgefeilten Alternative-Rock mit Elektronik-Elementen. Von
Anfang an geben die Vier Gas, präsentieren ein gut gestricktes
Songwriting, einen druckvollen Sound und einen charismatischen Sänger
namens Daniel. Die ersten Songs "Low, let down and far away"
und "Keep Breathing" zeigen sowohl heftig rockende Passagen
wie auch nachdenkliche Parts. Die elektronischen Sounds bringen
Dynamik und Eigenständigkeit in die Songs, ein bisschen erinnern
Pinkostar so an Pitchshifter. 15 Songs hat das Album zu bieten,
der starke Anfang kann sich jedoch nicht bis zum Ende halten. Und
so schleicht sich spätestens zur Hälfte Routine ein, die
Linie geht teilweise verloren und wankt zwischen verschiedenen US-Alternative
Einflüssen, der überzeugende gesangliche Auftritt reicht
hier nicht als alleiniger Antrieb. Dennoch ist "The trick is
to keep breathing" ein gelungenes Debüt einer Band, die
noch Großes leisten kann. Das beweisen eine ganze Handvoll
Songs auf dem Album, nicht nur "Smile" und "No One's
Control". Wertung 7/10.