Olli Banjo –
Erste Hilfe
Capitol / Emi VÖ: 10.06.2003
Er ist der der dieses Jahr für frischen Wind
in der deutschen HipHop Szene sorgt. 25 Jahre alt, Wahlkölner
und bisher nur durch Features in Erscheinung getreten, bis auf eine
Maxi, die hieß „Du und mein Penis“. Diese Thematik
setzt Olli Banjo auch auf seinem Debütalbum „Erste Hilfe“,
das von Headrush Head Roe Beardie produziert wurde, konsequent fort.
Die Single „Dein Arsch“, „Pornostar“ oder
„Sexist“ versprechen es. Jedoch beweist Olli auf 22
Tracks, dass er mehr kann als nur über Ärsche zu rappen.
Und auch zeigt er, dass er nicht nur rappen sondern auch singen
kann. Auf „Deutschland“ rappt er über Deutschland,
das „ABC“ macht er mit Curse, sein Homie Schivv von
DCS trifft im „Urlaub“ auf ihn. Die Produktion der Tracks
ist absolut erstklassig, die Beats pumpen druckvoll, der hektische
Style mag aber nicht jedermanns Geschmackssache sein. Und Gleiches
gilt sicherlich auch für Banjos Rapstyle, eine entspannte Platte
kann man „Erste Hilfe“ nicht nennen. Besonders herausragende
Tracks gibt es auf dem Album nicht, aber das ist positiv einzuordnen,
denn das Qualitätslevel ist durchgängig gleich hoch. „Erste
Hilfe“ setzt ohne Frage neue Akzente und ist auch das erste
Album, das R’n’B vernünftig verpackt. Wertung 7/10.