Erstmals hörte man von Obie Trice auf Eminems
„Without Me“, jetzt ist er bei ihm unter Vertrag. Darauf
folgten einige Features, jetzt steht das erste Album des 24-jährigen
Vaters in den Läden. Kein Wunder ist, dass jetzt auch Eminem
mehrfacher Gast auf dem Album ist, er liefert nicht nur einige Rap-Parts
ab, sondern war neben Timbaland oder Dr. Dre auch für die Produktion
zuständig. Entsprechend sind Eminems Einflüsse auch unüberhörbar.
Allerdings gibt es auch erfreuliche Ausnahmen wie das sehr lebendig
und analog klingende „Got Some Teeth“. Viel hatte ich
anfangs ja nicht von diesem Album erwartet, dafür bin ich mehr
als positiv überrascht worden. Auch wenn „Cheers“
mehr durch seine Features für Aufmerksamkeit sorgt, Obie Trice
hätte das eigentlich nicht nötig gehabt, sein Rapstyle
und Flow überzeugt voll. Die Abwechslung kommt auf den 18 Tracks
nicht zu kurz, vor allem wegen den Beats, aber auch wegen den Features
wie Nate Dogg, 50 Cent, D-12 und Busta Rhymes. Trotzdem verfolgt
das Album von Anfang bis Ende seine Linie und bringt eine gewisse
Geschlossenheit mit sich, was leider in der letzten Zeit alles andere
als selbstverständlich ist. Eine gelungene Überraschung
in diesem Herbst! Wertung 8/10.