Während die Single „Anthem“ bereits
am 10.06 erscheint, muss man sich bis zum Debütalbum des schwedischen
Trios noch voraussichtlich bis Juli gedulden. NG3, das soll die
Revolution der Girl-Group sein, seine Hände im Spiel hat hier
Herbie Chrichlow (u.a. Backstreet Boys). Zumindest optisch geht
das voll auf, hier beweisen Linda, Andrea und Malin ihre Stärken.
Aber das alleine reicht auch in der heutigen Musikindustrie nicht
aus, und so freue ich mich doch erwähnen zu dürfen, dass
die Drei auch singen können. Nur was man ihnen unter ihre süßen
Stimmen gelegt hat, verstehe ich überhaupt nicht. Los geht
es mit einem Interlude das überhaupt nicht so recht zu NG3
passen will, man fragt sich in welchem Album man eigentlich ist.
Danach geht es weiter mit elektronischem Sound, nett aufgebaut,
stylish und extrem light komponiert. „Holler“ und „Tainted
Love“ sind so ganz gefällig, aber auch keine rechten
Hits. Eigentlich läuft es jetzt ganz gut für NG3, aber
dann kommt schon wieder so ein unerträgliches Interlude, mit
insgesamt fünf davon wird man auf dem Album genervt. Die weitere
Songzusammenstellung ist recht bunt gemischt. „Ready Or Not“
erinnert irgendwie an den Dancefloor der 90er Jahre, „Tell
Me“ mit komischem R’n’B und HipHop Gedudel. Ich
wage mal ob diese Mischung reicht um sich an die Spitze zu schießen,
unterhaltsam ist das Album jedoch. Wertung 5/10.