So ein richtiges Debüt ist "Das Teredeum" der Hamburger
Moqui Marbles nicht. Das war wohl die EP "Steinzeit-Revival",
die 2001 einen ziemlich guten Einblick in die Welt der drei indianischen
Energiesteinen gab. Aber zumindest ist "Das Teredeum"
das erste richtige Album der Crew, die mittlerweile nicht mehr bei
Eimsbush sondern auf dem eigenen Label Wigwam Records veröffentlicht.
Auch der alte DJ Roger Reckless ist weg, statt diesem werden die
Moquis jetzt von Strip Teaz (Ex-Doppelkopf) unterstützt. Eins
ist jedoch gleich geblieben, die warmen, weichen und runden Beats,
die getragenen Melodien, der Schwermut und der Hang zum Mystischen.
Dies schlägt sich sowohl in der Musik wie auch in den Texten
von Petzke, Sternkopf und Zaworka nieder. Die Stärke der Drei
ist es nach wie vor Bilder im Kopf des Hörers zu erzeugen,
ihn zu fesseln und in einen Film einzubinden. Dramatik kommt dabei
nicht zu kurz, Songs wie "Einfach weg", "Schwarze
Liebe, Rote Tränen" oder "Kinderaugen" mit der
11-jährigen Lil Marie zeigen dies. Trotzdem ist auch noch genug
Platz für Bounce- und Party-Tracks, wie "Kurzschluss"
featuring Dendemann, "Vampire" und das rockige (aber weniger
gelungene) "Jenseits von Gut und Böse". Dennoch ist
festzuhalten, dass das 16 Tracks starke Album eher dunkel und düster
ist. Weitere Gäste sind Pyranja ("Zwiegespräche")
und Falkadelic ("Selbst Das Nicht"). Ein äußerst
beeindruckendes Werk! Wertung 8/10.