Als Faith no More in den 80ern und 90ern zu Höhenflügen
ansetzten war es auch Zeit für den Crossover von Living Colour,
auch wenn die Band um Corey Glover nie den gleichen Status erreichte.
1995 war dann Schluss. Zeit für eine Reunion, manche werden
sich freuen, andere das Grausen bekommen. Dafür gibt es aber
eigentlich keinen Grund, Living Colour ersparen uns 2003 alle Peinlichkeiten.
Die musikalische Bandbreite der 15 Songs ist dabei wieder groß,
von alten Crossover Elementen, erdigem Rock, Funk bis hin zu smoothen
Songwriter Tunes und Reggae. Auf „Collideoscope“ wird
viel Abwechslung geboten, roter Faden ist der klinische Sound, auch
wenn er nicht zu klinisch ist. Nach den Alben „Vivid“,
„Time’s Up“ und „Stain“ ist Living
Colour sicherlich kein weiterer Meilenstein gelungen, aber ein ausgereiftes
und mehr als solides Rock-Album ohne modischen Schnickschnack. Wertung
7/10.