Eins muss man Linkin Park lassen, sie schaffen es
wie kaum eine andere Band die Nationen zu spalten und nebenbei noch
Millionen von CD’s zu verkaufen. Und das mit einer recht fragwürdigen
musikalischen Leistung, womit Fans der Band schon gleich gebeten
wären, sich besser eine Rezension in einem poppigen Magazin
durchzulesen. Denn viel mehr als Pop ist das auch nicht, was die
sechsköpfige Band abliefert. Dabei beherrschen Linkin Park
vor allem die Kunst der großen Klänge, sie liefern ein
gewaltiges Sound-Feuerwerk ab, und das klingt, man muss es ihnen
lassen, verdammt fett und auch fetter als noch zuvor auf „Hybrid
Theory“. Das könnte man auch die Kunst der Verpackung
nennen, in der sie wirklich vorbildlich sind. So ist auch das Artwork
von „Meteora“ wieder wirklich geil geworden und ein
wirklich dickes Booklet rundet den überzeugenden Eindruck ab.
Nur handelt es sich hier um eine Band die Musik machen soll und
das hat man wohl fast ganz vergessen. Nur 13 Songs mit 36 Minuten
Spieldauer haben sich angesammelt, im Grunde ist das aber nicht
weiter schlimm, länger wollte hier wohl doch niemand zuhören.
Ich kann mir das Album noch so oft anhören, außer den
erwähnten Sound-Arrangements klingt es einfach öde, langweilig,
klinisch tot. Mehr gibt es dazu auch wirklich nicht zu sagen und
so einfach ist das. Wertung 4/10.