Sie sind einen langen Weg gegangen, bestimmt keinen
einfachen, dafür aber einen umso erfolgreicheren. Dank ihnen
gibt es New Metal, dafür werden sie geliebt und gehasst. Während
sie früher auf ihren ersten beiden Alben „Three Dollar
Bill, Yall$“ (1997) und „Significant Other” (1999)
noch durch ihre Ideen und ihren Sound für Schlagzeilen sorgten,
und sich langsam an Korn herankämpften, so spielen sie heute
in einer anderen Liga und musikalische Wunder erwartet niemand mehr.
Drei Jahre ist jetzt schon das letzte Album „Chocolate Starfish
& The Hotdog Flavoured Water” her, das keinen überzeugenden
Eindruck hinterließ und sehr zerfahren und uneinheitlich wirkte.
Ein paar Smasher, ein paar Nullnummern. In der Zwischenzeit spielte
man einige Konzerte, Fred Durst machte andere Sachen, und holte
einen neuen Gitarristen. Das Resultat ist jetzt „Results May
Vary“, lang erwartet. Terry Date, Fred Durst, Rick Rubin und
DJ Lethal schraubten am Sound, das verspricht einiges, aber immerhin
liegen Linkin Park mittlerweile in dieser Disziplin unangefochten
an der Spitze. Also verlässt man sich bei Limp Bizkit erfreuerlicherweise
wieder auf alte Stärken – es wird gerockt. Und so klingt
nicht nur die Single „Eat you alive“ endlich wieder
hart und überzeugt durch erdige Gitarren. Trotzdem fallen einige
ruhigere Tracks wie „Drown“ nicht aus dem Rahmen, und
auch für Dancehall „Red Light – Green Light“
featuring Snoop Dogg ist Platz. Ausfälle gibt es bei den 16
neuen Songs nicht, das Album überzeugt durchgängig. Hier
wurde alles verpackt was man von Limp Bizkit erwartet. Das „Nookie“
gibt es allerdings nicht, der alles überragende Hit fehlt,
ein Manko? Wertung 8/10.