Man kennt sie eigentlich als Schauspielerin, doch mit Bandits eroberte Katja Riemann auch die musikalischen Charts. Erfolgreich daran anknüpfen konnte aber nur Jasmin Tabatabei, Riemann’s Album „Nachtblende“ floppte. Mit ihrer Band, zusammen ein Oktett, versucht sie jetzt aber einen neuen Anlauf und singt dabei auf Englisch. Musikalisch zeigt das neue Material auch einen neuen Ansatz und tendiert in Richtung Jazz und Pop. Katja Riemann überzeugt durch ihren dynamischen Gesang, wenn auch immer noch nicht durch Professionalität, aber genau das macht hier, wie bei den Bandits, den gewissen Charme aus. Dabei kommen wirklich emotionale und bewegende Songs heraus, wie „Shadows“, „November Night“ oder „Absence makes the heart beat“,„Favourites“ ist ein Album wie geschaffen für kalte Winterabende vor dem Kamin. Die Band liefert eine solide Leistung, aber sicherlich ist es nicht diese, die das Album zu dem macht, was es ist. Die Songs leben in erster Linie von ihrer Stimmung und Atmosphäre, und die zieht, das muss man Katja Riemann lassen, in ihren Bann. Wertung 7/10.