Kaisaschnitt - Hassmonsta
ILM Records VÖ: 01.02.2003
Kaisaschnitt - Neuzugang bei ILM Records aus Berlin
releaste Anfang 2003 sein erstes Album auf selbigem Label. Wie auch
überall anderswo auf der Welt muss man – um aufzufallen
– den Leuten etwas Neues bzw. Besonderes bieten. Genau dies
tut der Charlottenburger MC auch. Mit Texten, die mich teilweise
an MC Basstard erinnern und sich um Mordfantasien, Angst, Weltverschwörungstheorien,
Sex und ein wenig Battlerap drehen. Das Album ist insgesamt auch
von den Beats sehr dunkel gehalten und soll keine Partystimmung
aufkommen lassen. Einzelne Tracks stechen wie ich finde jedoch kaum
heraus, da das Text-Schema eigentlich in jedem Text dasselbe ist,
so wirkt das Ganze nach dem 7. Track etwas monoton. Auffallen tut
lediglich das sehr gute „Komm Ran" (feat. Basstard und
Frauenarzt) und das schnell gerappte „Nachtsturm". Zu
dem wohl schlechtesten Track gehört meiner Meinung dagegen
„Nazi Tot", das nur durch primitive Phrasen a la „Nazischwein
ich töte dich und deine Familie" unangenehm auffällt,
da auch vergeblich versucht wird eine politische Meinung zu äußern.
Trotz eines Fehltrittes wie des oben genannten ist die Produktion
und Qualität der Tracks eine runde Sache. Der Inhalt stößt
oftmals hart an die Grenze des „guten Geschmacks“, aber
eigentlich müsste man sich darüber auch schon im Klaren
sein wenn man sich das Cover wie auch den Namen des Rappers ansieht.
Also nichts Überwältigendes oder absolut Schlechtes, eben
nur etwas „Anderes". Wer Basstard oder Don Shizo mag
sollte sich die Platte kaufen, für Leute die eher trockene
Beats und Battlerap mögen: lieber Finger weg. Bewertung 5/10.