Das ist sie nun, die „Mission Sungun“,
und die kommt tatsächlich aus Düsseldorf, was wirklich
kein Scherz ist. Juicy Junk nennen sie die fünf Jungs, die
dahinter stehen und mich bereits mit ihrer ersten Single „Sungun“
schwer beeindrucken konnten, brachialer und knackiger Crossover
war das wie in den guten alten Zeiten, erinnern tut das an Faith
no More. Diese Single wird auf dem Debütalbum der Band gleich
nach dem Intro abgefeuert. Danach geht es ähnlich weiter, wobei
es auch durchaus mal eine Stufe langsamer zur Sache geht, Melodien
und der äußerst überzeugende Gesang im Mittelpunkt
stehen. Trotzdem ist Vielseitigkeit die oberste Devise von Juicy
Junk, jeder Song hat schon in sich verschiedene Parts, von Dark
Wave über HipHop bis hin zu Hardrock. 16 Tracks präsentieren
hier eine explosive, funkige aber auch nachdenkliche Mischung. Was
musikalisch hier jedoch allererste Klasse ist, spiegelt sich im
inhaltlichen Teil nicht wirklich wieder. Die Texte können zumindest
mich nicht wirklich ansprechen und auch das Cover mutet komisch
an, das Ganze geht etwas in Richtung Fantasy / SF. Jetzt muss nur
noch jeder für sich selber entscheiden wie er die Gewichtung
dabei verteilt. Wertung 8/10.